TRANSPARENZ

Methodik

Jede Zahl auf dieser Seite soll nachvollziehbar sein. Hier steht, woher die Daten kommen, wie jede Kennzahl berechnet wird, und wo die Grenzen liegen.

Datenquelle

Grundlage sind die öffentlich einsehbaren Immobilien-Inserate auf willhaben.at (Wohnungen und Häuser, Kauf und Miete, ganz Österreich). Wir erfassen täglich am frühen Morgen alle aktiven Inserate, derzeit 73 740 (Stand 19.09.2026), und verfolgen jede Preisänderung, jede Neuveröffentlichung und jedes Verschwinden einzelner Inserate über die Zeit. Bauträger-Projektinserate ohne Preis/Fläche werden ausgefiltert, ebenso Inserate ohne präzise Ortsangabe bei allen Karten- und Medianwerten.

Wichtig:Das sind Angebotspreise (Asking-Preise), keine tatsächlichen Abschlusspreise. Abschlusspreise liegen typischerweise etwas darunter; belastbare Transaktionsdaten veröffentlicht z. B. die Statistik Austria mit mehreren Monaten Verzögerung. Unsere Stärke ist das Gegenteil: tagesaktuelle Marktsignale.

Kennzahlen

Kauf- und Miet-Median (€/m²)
Angebotspreis geteilt durch Wohnfläche, über die aktiven Inserate eines Gebiets; davon der Median (der mittlere Wert). Der Median ist robust gegen Ausreißer, ein einzelnes Luxus- oder Fehlinserat verzerrt ihn nicht. Kennzahlen werden erst ab 5 Inseraten angezeigt.
Warum fließen weniger Inserate in den Median ein als aktiv sind? In die Bezirks-Mediane und die Rendite fließen nur Wohnungs-Inserate mit präziser Ortsangabe ein, Häuser und ungenau verortete Inserate zählen zwar zu den aktiven Inseraten, aber nicht in den Median. In ländlichen Bezirken (viele Häuser, wenige Wohnungen) ist diese Anzahl daher deutlich kleiner als die Gesamtzahl.
Brutto-Mietrendite
12 × Miet-Median (€/m²) ÷ Kauf-Median (€/m²) × 100. Beispiel: Miete 9,10 €/m², Kauf 1.500 €/m² → 12 × 9,10 ÷ 1.500 = 7,3 %. „Brutto" heißt: vor Betriebskosten, Instandhaltung, Steuern, Leerstand und Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer 3,5 %, Eintragungsgebühr 1,1 %, ggf. Makler und Vertragserrichtung). Die inserierte Miete ist zudem die Brutto-Angebotsmiete, willhaben weist Hauptmietzins und Betriebskosten nicht getrennt aus. Die Netto-Rendite liegt entsprechend darunter.
Größen-Abgleich der Rendite
Kauf- und Mietangebot bestehen selten aus denselben Wohnungen: verkauft werden eher größere Objekte, vermietet eher kleinere. Der Median beider Seiten direkt gegenüberzustellen vergleicht dann Ungleiches. Wir rechnen die Rendite deshalb innerhalb jeder Größenklasse (unter 40 m², 40–60, 60–80, 80–100, 100–150, über 150) und gewichten die Klassen danach, wie viele Kaufinserate auf sie entfallen.
Warum nicht überall? Ein Abgleich ist nur dann besser, wenn er auf genug Inseraten steht. Wir weisen ihn aus, sobald mindestens 3 Größenklassen je ≥ 5 Kauf- und Mietinserate haben und diese Klassen zusammen ≥ 70 % der Kaufinserate des Gebiets abdecken. Andernfalls zeigen wir bewusst den nicht abgeglichenen Gesamtwert: eine Rendite, die auf ein, zwei dünnen Klassen beruht, schwankt stärker als der Gesamtwert, den sie ersetzen würde, der Abgleich würde die Zahl dann nicht genauer, sondern nur unruhiger machen.In der Praxis ändert der Abgleich für die meisten Bezirke wenig (typisch rund 0,1 Prozentpunkte); in einzelnen Bezirken mit sehr unterschiedlicher Größenstruktur auf Kauf- und Mietseite verschiebt er die Rendite aber deutlich. Das Baujahr (Altbau/Neubau) ist derzeit noch nicht mit der Größe kombiniert; die Renditeverläufe über die Zeit sind ebenfalls noch nicht abgeglichen.
Aktive Inserate
Anzahl der Inserate, die bei der letzten täglichen Erfassung online waren. Verschwundene Inserate werden markiert, aber nie gelöscht, so entsteht die Preis- und Angebotshistorie.

Entwicklung über die Zeit

Renditeentwicklung & verlässliche Datenbasis
Der Renditeverlauf zeigt die Brutto-Mietrendite je Erfassungstag. Weil in kleinen Gebieten schon wenige Inserate den Median, und damit die Rendite, schwanken lassen, färben wir die Linie nach Verlässlichkeit: durchgezogen petrol, wenn im jeweiligen Zeitraum je mindestens 10 Kauf- und 10 Mietinserate vorliegen; gestrichelt grau, wenn die Datenbasis darunter liegt und der Wert mit Vorsicht zu lesen ist. Es ist dieselbe 10-Inserate-Schwelle, ab der wir überhaupt eine Rendite ausweisen. Beim Überfahren oder Antippen eines Punktes sehen Sie die genaue Anzahl der Kauf- und Mietinserate jener Woche.
Veränderungs-Anzeige (▲ ▼)
Über jedem Verlauf steht die Veränderung über den bisher erfassten Zeitraum, bei der Rendite in Prozentpunkten (pp), bei Preisen in Prozent, beim Angebot als absolute Anzahl(z. B. „+3"), da ein Prozentwert auf wenigen Inseraten eine minimale Schwankung stark übertreibt. Verglichen wird jeweils der Durchschnitt der ersten mit dem der letzten Tage (nicht zwei Einzeltage), damit Tagesrauschen keinen Trend vortäuscht. Die Farbe zeigt ausschließlich die Richtung: petrol ▲ steigend, rost ▼ fallend, grau ▪ nahezu unverändert. Es ist eine sachliche Messgröße der Bewegung, keine Bewertung, ob eine Entwicklung „gut" oder „schlecht" ist, und keine Anlageberatung.

Angebotsvergleich: einzelnes Objekt einordnen

Der Mietpreis- und der Kaufpreisvergleich stellen ein konkretes Angebot neben vergleichbare Inserate im selben Gebiet. Anders als die Bezirksseiten beantworten sie keine Marktfrage, sondern eine persönliche: wo steht dieses eine Objekt.

Was als vergleichbar gilt
Ein Inserat im selben Bezirk, dessen Wert auf der festgehaltenen Achse höchstens 20 % vom eingegebenen abweicht. Wird die Größe festgehalten, entsteht die Preisverteilung für diese Größe; wird der Preis festgehalten, die Größenverteilung für dieses Geld. Es sind dieselben Daten aus zwei Richtungen.
Warum auch beendete Inserate zählen
Einbezogen sind Inserate, die aktiv sind oder in den letzten 60 Tagen vom Markt genommen wurden. Nur den aktuellen Bestand zu nehmen klingt strenger, liefert aber die schlechtere Antwort: für eine 50-m²-Wohnung im 7. Bezirk gab es 15 aktive Vergleichswerte und 53 im Zeitfenster. Bei 15 Werten verschiebt ein einziges neues Inserat den Median um dreistellige Beträge. Wer heute sucht, konkurriert ohnehin mit dem, was zuletzt vergeben wurde.
Untergrenze und Rundung
Unter 20 Vergleichsinseraten wird keine Verteilung gezeigt. Die Balken werden aus einem feinen Raster gebildet (5 m², bei Mieten 50 €), das Ergebnis liegt damit innerhalb eines halben Rasterschritts. Einzelne Inserate verlassen den Server nie, weder Preis noch Adresse: übertragen werden nur Anzahlen je Rasterfeld.
Was bewusst nicht einfließt
Zustand, Baujahr, Stockwerk, Lift, Freiflächen, Ausstattung, Lärm und die Lage innerhalb des Bezirks. Ein Erstbezug und eine unsanierte Wohnung gleicher Größe stehen in derselben Verteilung. Ein Wert oberhalb des Medians ist deshalb kein Befund über den Preis, sondern der Ausgangspunkt für die Frage, was das Objekt von den anderen unterscheidet. Eine Kauf- oder Mietempfehlung sprechen wir nicht aus.

Zimmervermietung (WG-Zimmer)

Neben den willhaben-Inseraten werten wir täglich die öffentlichen WG-Zimmer-Inserate auf wg-gesucht.de aus. Wir stehen in keiner geschäftlichen Beziehung zu dieser Plattform und veröffentlichen keine einzelnen Inserate, sondern ausschließlich Aggregate.

Die Bezugsfläche ist das Zimmer
Alle WG-Kennzahlen beziehen sich auf die Zimmerfläche, also auf die inserierte Größe des einzelnen Zimmers. Küche, Bad, Flur und sonstige Gemeinschaftsflächen sind nicht enthalten. Der Quadratmeterpreis liegt deshalb systematisch über dem einer ganzen Wohnung. Beide Werte nebeneinander zu stellen und die Differenz als Mehrertrag zu lesen, wäre falsch: verglichen würden zwei verschiedene Flächenbegriffe.
Was das für die Vermietung bedeutet
Aus dem Quadratmeterpreis je Zimmer lässt sich nicht hochrechnen, was eine ganze Wohnung zimmerweise einbringt. Man multipliziert nicht die Wohnungsfläche mit diesem Wert. Maßgeblich ist, wie viele Zimmer sich neben den notwendigen Gemeinschaftsflächen tatsächlich vermieten lassen, und das ergibt sich aus dem Grundriss des konkreten Objekts. Rechtliche Grenzen der Untervermietung bleiben davon unberührt.
Mindestzahl an Inseraten
Ein Median wird erst ab 10 Inseraten je Gebiet gezeigt, dieselbe Schwelle wie bei den Renditezahlen. Darunter schwankt der Wert von Tag zu Tag so stark, dass er mehr Genauigkeit vortäuschen würde, als vorhanden ist. Gebiete darunter werden als solche ausgewiesen und nicht mit einer Zahl gefüllt.
Der Länderschnitt als Vergleichswert
Die Abweichung neben jeder Kennzahl bezieht sich auf den Länderschnitt: jedes Bundesland geht gleich gewichtet ein, sofern es mindestens 30 Inserate hat. Ein einfacher Durchschnitt über alle Zimmer wäre überwiegend ein Wiener Wert, weil Wien den Großteil des Bestands stellt; ein Wiener Bezirk würde dann praktisch mit sich selbst verglichen. Wie viele Bundesländer aktuell eingehen, steht bei der Kennzahl.
Warum der Österreich-Wert leicht daneben liegt
Auf der Österreich-Ansicht steht der Median über alle erfassten Zimmer. Der Länderschnitt, gegen den Bezirke und Bundesländer verglichen werden, mittelt dagegen die Bundesland-Mediane. Beide beschreiben Österreich, sind aber verschieden gerechnet und weichen deshalb um einige Zehntel voneinander ab. Aus diesem Grund wird auf der Österreich-Ansicht keine Abweichung ausgewiesen: ein Wert, der mit sich selbst verglichen wird, ergibt keine sinnvolle Aussage.
Zeitvergleiche
Monats- und Jahresvergleiche werden erst angeboten, wenn der Verlauf lang genug dafür ist. Die Umschaltung richtet sich nach dem tatsächlichen Datenbestand der jeweiligen Quelle und schaltet sich von selbst frei, sobald er ausreicht. Bis dahin nennen wir den Monat, ab dem der Vergleich möglich wird, statt eine Veränderung aus zu wenigen Tagen zu berechnen.
Erhebung
Ein Lauf pro Tag, aufgeteilt in mehrere Blöcke mit Pausen dazwischen, um die Quelle nicht zu belasten. Gezählt wird nur, was vollständig gelesen wurde: Gebiete, deren Liste in einem Lauf nicht komplett erfasst werden konnte, fließen für diesen Tag nicht in Veränderungen ein. Angebotspreise, keine Abschlusspreise, und Bruttomieten inklusive Betriebskosten.

Bevölkerungsdaten

Die Bevölkerungszahlen stammen aus dem Open-Data-Angebot der Statistik Austria (Bevölkerung zu Jahresbeginn, CC BY 4.0) und werden von uns von der Gemeinde- auf die Bezirksebene aggregiert. Wien liegt in der Quelle je Gemeindebezirk vor. Stichtag ist jeweils der 1. Jänner; die Reihe reicht bis 2002 zurück und wird von Statistik Austria auf einheitlichem Gebietsstand geführt.

Die Veränderung über zehn Jahre vergleicht den aktuellen Stand mit dem Stand zehn Jahre davor. Farben zeigen die Richtung des Werts: Petrol gestiegen, Rost gefallen, Grau unverändert. Sie sind keine Bewertung. Entscheidend ist die Rundung auf eine Nachkommastelle: erst danach wird das Vorzeichen bestimmt, damit Rauschen um null nicht eingefärbt wird. Dieselbe Regel steuert den Kartenfilter, ein Bezirk kann also nie im Ranking als schrumpfend markiert sein und den Filter „ohne Bevölkerungsrückgang" passieren.

Der Anteil der 20- bis 39-Jährigen steht dabei, weil diese Kohorte die höchste Mietquote hat: sie ist die Kerngröße der Mietnachfrage. Der Anteil 65+ zeigt die Gegenbewegung im Bestand.

Auf den Bezirksseiten lassen sich die vollen Zeitreihen aufklappen: Einwohner seit 2002 und die Verschiebung der Altersanteile. Auf der Rendite-Karte gibt es die Bevölkerungsentwicklung als eigene Ebene, eingefärbt über eine zweiseitige Skala um null: Rost-Töne für Rückgang, Petrol-Töne für Wachstum, helle Mitte nahe null.

Was der Zusammenhang mit der Rendite ist, und was nicht: über alle auswertbaren Bezirke ist die Korrelation zwischen Bruttorendite und 10-Jahres-Bevölkerungsentwicklung schwach, in gut besetzten Bezirken praktisch null. Auffällig sind die Ränder: von den zehn renditestärksten Bezirken schrumpfen acht, zugleich schrumpft auch die Innere Stadt und hat die niedrigste Rendite Österreichs. Die Bevölkerungsentwicklung erklärt die Rendite also nicht, sie begleitet sie an den Rändern. Sie ist ein Nachfrage-Indiz, keine Leerstandsmessung und keine Prognose; ob eine Rendite realistisch vermietbar ist, beantwortet sie nicht allein.

Der Filter an der Rendite-Karte ist eine Entscheidung des Lesers, keine Vorauswahl der Seite: die Karte lädt immer ungefiltert, und bei aktivem Filter zeigen Karte und Liste an, wie viele Bezirke ausgeblendet sind.

Rechner: ETF vs. Immobilie

Der ETF-vs-Immobilie-Rechner stellt eine fremdfinanzierte Eigentumswohnung einem ETF-Depot gegenüber, das dasselbe Eigenkapital investiert. Beide Wege werden am Ende des Zeitraums einmal verkauft und versteuert und einmal als reiner Papierwert ausgewiesen.

Was verglichen wird
Auf der Immobilienseite: Mieteinnahmen abzüglich nicht umlagefähiger Kosten, Rücklage, Leerstand, Zinsen und Tilgung, zuzüglich Wertentwicklung und abzüglich Restschuld. Auf der ETF-Seite: dasselbe Eigenkapital zum Start, plus in jedem Monat der Betrag, den die Immobilie zusätzlich kostet. Dadurch binden beide Wege über die gesamte Laufzeit dasselbe Kapital, was der einzige faire Vergleichsmaßstab ist.
Steuern
Der Mietüberschuss wird nach Abzug von AfA, Kilometergeld und laufenden Kosten mit dem persönlichen Grenzsteuersatz belastet. Dazu wird die Einkommensteuer nach dem österreichischen Tarif einmal ohne und einmal mit Mietüberschuss berechnet und die Differenz angesetzt. Auf ETF-Gewinne fallen beim Verkauf 27,5 % Kapitalertragsteuer an; bei thesaurierenden Fonds fallen in der Praxis schon vorher jährlich Steuern auf ausschüttungsgleiche Erträge an, was den ETF-Weg leicht schlechter stellen würde als hier gerechnet. Kaufnebenkosten sind mit 10 % voreingestellt, was 3,5 % Grunderwerbsteuer, 1,1 % Grundbucheintragung sowie Maklerprovision und Vertragserrichtung abdeckt.
Von der Bruttomiete zum Ertrag
Renditespiegel veröffentlicht Bruttomieten, also den Betrag, den die mietende Person insgesamt überweist. Das ist nicht der Ertrag der vermietenden Person. Laut Mikrozensus Wohnen der Statistik Austria standen im 2. Quartal 2025 einer durchschnittlichen Bruttomiete von 10,2 €/m² eine Nettomiete von 7,7 €/m² gegenüber: 2,6 €/m² sind Betriebskosten, also rund ein Viertel. Der Rechner zieht daher der Reihe nach ab: die umlagefähigen Betriebskosten, die du nur einhebst und an die Hausverwaltung weiterreichst, deine nicht umlagefähigen Kosten, die Rücklage und den Leerstand. Betriebskosten und Rücklage laufen im Leerstand weiter, die Miete nicht. Steuerlich heben sich die umlagefähigen Betriebskosten als Einnahme und Ausgabe auf.
Kaufnebenkosten
Voreingestellt sind 9,3 %: 3,5 % Grunderwerbsteuer, 1,1 % Grundbucheintragung, 3,2 % Maklerprovision inklusive Umsatzsteuer und 1,5 % Vertragserrichtung. Die Immobilienmaklerverordnung deckelt die Provision der kaufenden Seite bei 3 % zuzüglich 20 % Umsatzsteuer, also 3,6 %; die 3,2 % entsprechen einem üblich verhandelten Satz und lassen sich anpassen. Diese Beträge erhöhen nicht nur das eingesetzte Kapital, sie zählen als Anschaffungsnebenkosten auch zur AfA-Bemessungsgrundlage und werden dabei im selben Verhältnis wie der Kaufpreis auf Gebäude und Grund aufgeteilt. Reine Finanzierungsnebenkosten wie Kreditgebühren gehören nicht dazu, sie sind sofort abzugsfähig und hier nicht abgebildet.
Gebäudeanteil und Grundanteil
Abgeschrieben wird nur das Gebäude, nie Grund und Boden. Das gilt auch für eine Eigentumswohnung, weil mit ihr ein Miteigentumsanteil an der Liegenschaft erworben wird. Die Grundanteilverordnung 2016 gibt ohne Nachweis pauschal vor: 20 % Grundanteil in Gemeinden unter 100.000 Einwohnern mit einem durchschnittlichen Baulandpreis unter 400 €/m², 30 % in Gemeinden ab 100.000 Einwohnern oder ab 400 €/m² bei Gebäuden mit mehr als zehn Einheiten, und 40 % dort bei bis zu zehn Einheiten. Der Rechner bietet diese drei Fälle zur Auswahl. Ein davon abweichendes Verhältnis, etwa gar kein Grundanteil, ist nachweispflichtig und deshalb nicht der Regelfall. Bei einem Haus mit großem Grundstück liegt der Grundanteil in der Regel deutlich höher als bei einer Wohnung.
Warum sich der ETF-Wert mitverändert
Beide Wege binden über die gesamte Laufzeit gleich viel Kapital, sonst wäre der Vergleich schief. Was die Immobilie in einem Monat zusätzlich kostet, wird im ETF-Vergleich in genau dieser Höhe eingezahlt; wirft sie einen Überschuss ab, wandert dieser in ein Depot neben der Immobilie und wird dort mit derselben Rendite verzinst. Jede Eingabe, die den Cashflow verschiebt, also Miete, Betriebskosten, Rücklage, Zinssatz, Tilgung, AfA oder Einkommensteuer, verändert damit zwangsläufig auch die Endsumme des ETF-Vergleichs. Das ist kein Rechenfehler, sondern die Bedingung dafür, dass beide Seiten vergleichbar bleiben.
Finanzierung
Der Kredit wird als Annuitätendarlehen gerechnet. Vorgeben lässt sich entweder die Laufzeit, woraus sich die Monatsrate ergibt, oder die Monatsrate, woraus sich die Laufzeit ergibt. Bei variabler Verzinsung kannst du für einzelne Jahre einen abweichenden Sollzinssatz hinterlegen; er gilt ab dem angegebenen Jahr, bis eine spätere Änderung greift, und die Rate wird entsprechend neu berechnet. Zinsen sind als Werbungskosten abzugsfähig, die Tilgung nicht.
Abschreibung (AfA)
Die AfA wird nur auf den Gebäudeanteil angewendet, nicht auf Grund und Boden, und mindert die Steuer, nicht den Cashflow. Auswählbar sind die drei Fälle, die ohne Gutachten zulässig sind:
  • 1,5 % pro Jahr als gesetzlicher Regelsatz für Vermietung und Verpachtung nach § 16 Abs. 1 Z 8 lit. d EStG, entsprechend einer Nutzungsdauer von rund 67 Jahren. Das ist die Voreinstellung.
  • 2,0 % pro Jahr für Gebäude, die vor 1915 errichtet wurden. Laut EStR Rz 6444 sieht die Finanzverwaltung hier von einer genauen Prüfung der Nutzungsdauer ab, solange der Satz 2 % nicht übersteigt.
  • Beschleunigte AfA für Gebäude, die ab dem 1. Juli 2020 angeschafft oder hergestellt wurden: im ersten Jahr das Dreifache, im zweiten Jahr das Zweifache des Satzes, danach der Regelsatz. Bei 1,5 % ergibt das 4,5 %, dann 3,0 %, dann 1,5 %. Das ist ein reiner Zeiteffekt, die Summe über die Nutzungsdauer bleibt gleich.
Ein höherer Satz setzt ein Gutachten über eine kürzere Nutzungsdauer voraus und ist hier bewusst nicht wählbar. Quellen: BMF, Absetzung für Abnutzung bei V+V und die Einkommensteuerrichtlinien 2000.
Woher die Renditeannahmen stammen
Die beiden Voreinstellungen, an denen der Vergleich hängt, sind über denselben Zeitraum von rund 25 Jahren gemessen, damit keine der beiden Seiten von einem günstig gewählten Fenster profitiert:
  • Immobilie, 4,0 % pro Jahr nominell. Der Wohnimmobilienpreisindex der OeNB für Österreich stieg von 100 Punkten im Basisjahr 2000 auf 266,9 Punkte im Jahr 2025, was 4,0 % pro Jahr entspricht.
  • ETF, 6,6 % pro Jahr. Annualisierte Wertentwicklung des MSCI World Index in Euro auf Basis der Netto-Renditen seit 29.12.2000, laut Index-Factsheet mit Stand 31.07.2026. Über zehn Jahre lag derselbe Index bei 12,4 % pro Jahr, dieses Fenster enthält aber fast ausschließlich Aufschwung.
Beides ist ein Rückblick und keine Prognose. Beim Immobilienwert ist zu beachten, dass ein großer Teil des Anstiegs in die Niedrigzinsphase nach 2010 fällt: seit dem Beginn der EZB-Zinsanhebungen im dritten Quartal 2022 sind die Preise laut OeNB kumuliert um 3,3 % gesunken, und 2025 lagen sie mit 2,1 % Anstieg erneut unter der Inflation. Beim ETF sind die laufenden Kosten eines konkreten Fonds von typischerweise 0,1 bis 0,3 % pro Jahr nicht abgezogen. Sobald Renditespiegel eigene Zeitreihen über mehrere Jahre besitzt, wird die Wertentwicklung durch die tatsächlich gemessene Entwicklung je Region ersetzt.
Woher die vorausgefüllten Werte kommen
Kaufpreis und Bruttomiete lassen sich aus den Medianen der gewählten PLZ, des Bezirks oder des Bundeslands übernehmen. Entscheidend ist dabei die Wohnfläche: über alle Bezirke hinweg liegt die Miete je m² bei Wohnungen unter 40 m² rund 27 % über dem Median aller Größen, bei 100 bis 150 m² rund 10 % darunter. Kaufpreise je m² schwanken mit der Größe dagegen kaum. Da die Brutto-Mietrendite 12 × Miete ÷ Kaufpreis ist, würde ein Median über alle Größen die Rendite einer kleinen Wohnung um etwa ein Viertel zu niedrig ansetzen.
Umrechnung auf die Größenklasse
Liegt für das gewählte Gebiet ein eigener Median in der passenden Größenklasse vor, wird dieser verwendet. PLZ-Aggregate enthalten keine Größenklassen; dort wird das lokale Preisniveau beibehalten und nur das Größenprofil des umgebenden Bezirks angewendet. Kauf- und Mietseite werden unabhängig voneinander aufgelöst, weil eine PLZ oft genug Kaufinserate hat, aber zu wenige Mietinserate. Jeder Wert wird im Rechner mit seiner Quelle, seiner Größenklasse und der Anzahl der Inserate ausgewiesen.
Ausreißerschutz
Eine Größenklasse wird nur verwendet, wenn sie mindestens 5 Inserate umfasst und ihr Median zwischen dem 0,5- und dem 2-fachen des Medians über alle Größen liegt. Rund 1 % der Zellen fällt aus diesem Band, praktisch immer wegen Anlegerpaketen und Zinshäusern, die pro Paket statt pro Wohnung inseriert sind, oder wegen möblierter Kurzzeitvermietungen. Ohne diesen Schutz entstünden Prefills wie ein Kaufpreis zu einem Drittel des ortsüblichen Niveaus. Fällt eine Zelle heraus, wird das Größenprofil des nächstgrößeren Gebiets herangezogen, sonst der Median über alle Größen.
Warum die Rendite von der Bezirksseite abweichen kann
Die Kennzahl auf der Bezirksseite ist über alle Größenklassen gewichtet und beantwortet die Frage, wie der Bezirk insgesamt dasteht. Der Rechner beantwortet eine andere Frage, nämlich wie sich genau diese Wohnungsgröße rechnet. Bei kleinen Wohnungen liegt der Wert im Rechner daher meist über, bei großen unter der Bezirkskennzahl.
Grenzen des Rechners
Wertentwicklung und ETF-Rendite sind Annahmen der nutzenden Person, keine Prognose. Mietrechtliche Obergrenzen wie Richtwert- oder Kategoriemietzins sind nicht abgebildet, die erzielbare Miete kann rechtlich gedeckelt sein. Instandhaltung wird nur über die eingegebene Rücklage erfasst. Der Rechner ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.

Grenzen

  • Angebots- ≠ Abschlusspreise; Verhandlungsspielräume sind nicht abgebildet.
  • Ein Inserat ist keine Transaktion: Verschwinden kann Verkauf, Rückzug oder Neueinstellung bedeuten.
  • Die Datenerfassung läuft seit Juni 2026, Zeitreihen wachsen ab diesem Punkt und werden mit jedem Tag aussagekräftiger.
  • Keine Anlageberatung; alle Angaben ohne Gewähr.

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