ETF vs. Immobilie

Eine fremdfinanzierte Eigentumswohnung gegen ein ETF-Depot, das dasselbe Eigenkapital investiert. Gerechnet wird mit österreichischer Einkommensteuer auf den Mietüberschuss, AfA, Kaufnebenkosten und 27,5 % KESt auf den ETF-Gewinn. Unten kannst du Kaufpreis und Miete mit echten Angebotspreisen aus deiner Region befüllen.

Steuern berücksichtigen

Nach 20 Jahren, jeweils verkauft und versteuert

Immobilie liegt um 40 091 vorn

Das sind 11,2 % Unterschied auf das Endvermögen. Beide Wege starten mit demselben Eigenkapital.

Immobilie nach 20 Jahren, verkauft

397 327

ETF-Vergleich nach 20 Jahren, verkauft

357 236

Immobilie gehalten (Papierwert)

486 661

ETF gehalten (Papierwert)

429 326

Vermögensverlauf

Eigenkapital in der Immobilie (Marktwert minus Restschuld, plus angesparte Überschüsse) gegen den ETF-Vergleich mit demselben Kapitaleinsatz.

Immobilie (Eigenkapital)ETF-Vergleich

Warum sich der ETF-Wert mitverändert, wenn du etwa die AfA anpasst: Beide Wege binden immer gleich viel Kapital. Was die Immobilie in einem Monat zusätzlich kostet, wird im Vergleich in den ETF eingezahlt; was sie abwirft, wandert in ein Depot neben der Immobilie. Jede Eingabe, die den Cashflow verschiebt, also Miete, Kosten, Zinsen, Tilgung oder Steuer, verschiebt damit auch die Einzahlungen auf beiden Seiten.

Werte aus deiner Region übernehmen

PLZ, Bezirk oder Bundesland eingeben. Deine Wohnfläche von 60 m² wird dabei berücksichtigt.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Immobilie oder ein ETF?
Das hängt vor allem an drei Stellschrauben: dem Kaufpreis im Verhältnis zur erzielbaren Miete, dem Kreditzins und deinem Grenzsteuersatz. Eine fremdfinanzierte Immobilie hebelt dein Eigenkapital, ein ETF nicht. Dafür trägst du bei der Immobilie Leerstand, Instandhaltung und Klumpenrisiko. Der Rechner stellt beide Wege mit demselben eingesetzten Eigenkapital gegenüber und versteuert beide am Ende.
Mit welchen Steuern rechnet der ETF-vs-Immobilie-Rechner?
Mieteinnahmen werden mit deinem persönlichen Grenzsteuersatz nach dem österreichischen Einkommensteuertarif belastet, nach Abzug von AfA, Kilometergeld und laufenden Kosten. Bei der Abschreibung stehen die drei ohne Gutachten zulässigen Fälle zur Wahl: 1,5 % als gesetzlicher Regelsatz nach § 16 Abs. 1 Z 8 lit. d EStG, 2 % für Gebäude aus der Zeit vor 1915 nach EStR Rz 6444, und die beschleunigte AfA mit 4,5 % im ersten und 3 % im zweiten Jahr für Objekte, die ab 1. Juli 2020 angeschafft wurden. Für den ETF-Vergleich fallen 27,5 % Kapitalertragsteuer auf den Kursgewinn beim Verkauf an. Beim Kauf werden 3,5 % Grunderwerbsteuer und 1,1 % Grundbucheintragung über die Kaufnebenkosten berücksichtigt.
Woher kommen die vorausgefüllten Kauf- und Mietpreise?
Aus den Median-Angebotspreisen, die Renditespiegel täglich aus öffentlichen willhaben-Inseraten für jede PLZ, jeden Bezirk und jedes Bundesland berechnet. Es sind Angebotspreise, keine Abschlusspreise, und Bruttomieten inklusive Betriebskosten. Die Werte richten sich nach deiner Wohnfläche, weil kleine Wohnungen pro Quadratmeter deutlich teurer vermietet werden als große.
Mit welcher Wertsteigerung und welcher ETF-Rendite rechnet das Tool?
Voreingestellt sind 4,0 % Wertsteigerung pro Jahr und 6,6 % ETF-Rendite pro Jahr, beide über denselben Zeitraum von rund 25 Jahren gemessen. Die 4,0 % entsprechen dem Wohnimmobilienpreisindex der Oesterreichischen Nationalbank für Österreich, der von 100 Punkten im Jahr 2000 auf 266,9 Punkte im Jahr 2025 gestiegen ist. Die 6,6 % entsprechen der annualisierten Netto-Wertentwicklung des MSCI World Index in Euro seit Ende 2000. Beides ist ein Rückblick und keine Prognose, und beides lässt sich im Rechner ändern.
Welche Brutto-Mietrendite ist in Österreich realistisch?
Über die österreichischen Bezirke liegen die Brutto-Mietrenditen aus Angebotspreisen meist zwischen etwa 3 und 6 Prozent, mit den niedrigsten Werten in Wien und den westlichen Tourismusregionen und den höchsten in strukturschwächeren Bezirken. Die aktuellen Werte je Bezirk stehen auf den Bezirksseiten.

Was dieser Rechner nicht kann

  • Der Rechner ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Für deinen konkreten Fall braucht es eine Steuerberatung.
  • Gerechnet wird mit Angebotspreisen aus Inseraten, nicht mit tatsächlich bezahlten Kaufpreisen. Verhandelt wird in der Regel nach unten.
  • Die voreingestellte Wertentwicklung und ETF-Rendite sind historische Durchschnitte über rund 25 Jahre, keine Prognose. Ein großer Teil des Immobilienanstiegs fällt in die Niedrigzinsphase nach 2010; seit Ende 2022 sind die Preise laut OeNB gesunken. Die tatsächliche Preisentwicklung deiner Region siehst du unter Preise.
  • Mietrechtliche Grenzen wie Richtwert- oder Kategoriemietzins im Altbau sind nicht abgebildet. Die erzielbare Miete kann rechtlich gedeckelt sein.
  • Der Grundanteil folgt der Grundanteilverordnung 2016 in ihren Pauschalwerten. Weicht dein Objekt davon ab, brauchst du dafür einen Nachweis.

Details zur Datengrundlage stehen in der Methodik.